Sanaa - Die jemenitische Regierung hat mit dem Bau eines Regionalzentrums zur Bekämpfung der Piraten in der Region begonnen. Der Bau dürfte in sechs Monaten beendet sein, teilte ein Vertreter des Transportministeriums am Mittwoch der amtlichen Nachrichtenagentur Saba mit. Aufgabe des Zentrums sei es, Informationen über die Piraten vor der Küste von Somalia auszutauschen und mit den internationalen Marine-Missionen im Golf von Aden zusammenzuarbeiten.

Zehn Anrainerstaaten wollen sich beteiligen

Nach seinen Angaben werden sich insgesamt zehn Anrainer des Golfs von Aden und des Roten Meers an dem Projekt beteiligen. Dazu zählen neben dem Jemen, Somalia, der Oman, Dschibuti, Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, der Sudan sowie Äthiopien und Eritrea. Ziel sei es aber nicht, eine regionale Streitmacht gegen die Piraten zu gründen, sagte der Regierungsvertreter.

NATO-Verbände kämpfen seit Oktober gegen die Seeräuber im Golf von Aden, konnten die Serie von Angriffen bisher aber nicht stoppen. Die EU hat den "Atalanta" gegen die Piraterie beschlossen. Auch andere Staaten wie der Iran oder China schickten Schiffe zum Schutz. Die vor allem von Somalia aus operierenden Piraten verstärkten heuer ihre Angriffe dramatisch. Sie kaperten Dutzende Schiffe und forderten Millionenbeträge. (APA/AFP)