Michael D. bei einem der Verfahren.

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Manche Dinge brauchen: Im September 2003 warf Michael Dichand der deutschen WAZ-Gruppe vor, dass sie "mit der organisierten Kriminalität in Kroatien zusammenarbeite" und eine Mafiavereinigung an ihren Geschäften auf dem Balkan beteilige. Nun langte ein Urteil des Landesgerichts Wels ein, das dem ältesten Sohn von Krone-Boss Hans Dichand derlei verbietet.

Die "Balkanmafia"-Vorwürfe waren ein Haupt-schauplatz im Streit der Krone-Gesellschafter Hans Dichand und WAZ um die Kontrolle über das Kleinformat. Dichand senior bestritt vor Gericht, von den Balkanrecherchen seines Sohnes zu wissen; ein Zeuge erklärte später das Gegenteil. Seit zwei Jahren verhandeln die Krone-Eigner über einen Friedensvertrag.

Dichand junior kann gegen die Entscheidung berufen, die ihn 20.000 Euro kostet. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 27./28.12.2008)