Wien - Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, Heinz Fischer als Bundespräsidentin nachzufolgen, so dieser nicht mehr antreten möchte, sagte Nationalratspräsidentin und SP-Frauenvorsitzende Barbara Prammer am Samstag im Ö1-"Journal zu Gast", dies wäre "kein Thema". Sie habe gerade ihre zweite Periode als Nationalratspräsidentin begonnen und stehe vor zahlreichen Aufgaben.

Prammer hat weiters - wie auch bereits Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek - als Ziel genannt, bis 2010 das einkommensabhängige Kindergeld sowie das "Papamonat" umzusetzen. Für die Einführung des Gratis-Kindergartenjahres zeigte sie sich  optimistisch. Der Großteil der dafür zuständigen Bundesländer habe zugesichert, konstruktiv in die Verhandlungen einzusteigen.

"Väterbeteiligung"

Das "Papamonat" - das die ÖVP nicht gerne so nennt und als "Väterbeteiligung" im Regierungsprogramm steht - ist laut Prammer fix: Es sei ein "gesicherter Faktor, dass das kommt", sagte die SPÖ-Frauenvorsitzende, die dieses Amt ja voraussichtlich im Juni 2009 an Heinisch-Hosek übergeben wird. Allerdings sei die Umsetzung "technisch schwierig" und müsse noch mit den Sozialpartnern ausverhandelt werden. Die Finanzmittel würden jedenfalls "sehr wohl in Aussicht stehen". Freilich wäre es "hervorragend", würde auch von Unternehmern ein Beitrag dazu kommen, meinte Prammer.

Das "Papamonat" will die Nationalratspräsidentin ebenso wie das einkommensabhängige Kindergeld 2009 verhandelt im Jahr darauf umgesetzt sehen. Die geplante Deckelung des Kindergeldes mit 2.000 Euro netto verteidigte sie mit Verweis auf internationale Vorbilder. (APA/red)