Peshawar - Nach einem verheerenden Selbstmordanschlag auf ein Wahllokal in der pakistanischen Nordwest-Grenzprovinz haben sich radikal-islamische Extremisten zu der Tat bekannt. Wie die Zeitung "The News" am Montag berichtete, übernahm eine bewaffnete Gruppe die Verantwortung, die im seit Monaten zwischen Armee und Aufständischen umkämpften Swat-Tal operiert. Der Anschlag sei aus Rache für den Tod von sechs Kämpfern verübt worden, hieß es weiter.

Die Zahl der Todesopfer des Anschlags stieg unterdessen auf insgesamt 40. Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, erlagen in der Nacht weitere Menschen ihren schweren Verletzungen. Zunächst hatten die Behörden 30 Tote bestätigt. Am Sonntag hatte ein Attentäter ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor einer Schule im Distrikt Buner in die Luft gesprengt, in der das Wahllokal eingerichtet worden war. Der Distrikt Buner grenzt an das Swat-Tal. Der Wahlgang wurde nach dem Anschlag abgesagt.  (APA/AFP)