Addis Abeba  - Die Afrikanische Union (AU) hat nach dem Militärputsch in Guinea die Mitgliedschaft des westafrikanischen Staat in der Organisation ausgesetzt. Dies gelte bis zur "Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in diesem Land", erklärte die AU am Montag in Addis Abeba. Die Putschisten haben nach dem Tod von Staatschef Lansana Conte erklärt, bis zu Wahlen in zwei Jahren an der Macht bleiben zu wollen. Im August hatte die Afrikanische Union die Mitgliedschaft Mauretaniens wegen des dortigen Putsches suspendiert.

Die AU müsse "strenge Maßnahmen gegen diejenigen, die ihren Grundsätzen widersprechen", ergreifen. Staatsstreiche würden die Probleme des afrikanischen Kontinents nur weiter verschärfen, hieß es in der AU-Erklärung. Die parlamentarische Opposition Guineas hatte den Umsturz akzeptiert. Die Militärjunta unter Führung von Hauptmann Moussa Dadis Camara kündigte die Bekämpfung der Korruption im Land und frei Wahlen Ende 2010 an. (APA/AP/AFP)