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Die FBVler fühlen sich "zum Freiwild erklärt".

Foto: APA/Punz

Gegen die geplanten Sparmaßnahmen basteln altgediente ORF-Angestellte an einer "Interessengemeinschaft Freie Betriebsvereinbarung" vor. Das geht aus dem internen Mail eines der (potenziellen) Initiatoren hervor. Rund 700 Menschen sind noch nach der FBV, der Freien Betriebsvereinbarung des ORF, angestellt, dem für die Beschäftigten bestausgestatteten Dienstverhältnis mit dem Küniglberg.

Diese FBVler fühlen sich "durch den Druck der allgemeinen Einsparungen und durch die Zahnlosigkeit der Belegschaftsvertretung zum Freiwild erklärt", heißt es in dem Mail: "Natürlich werden die wenigsten sich generell gegen jegliche weitere Abstriche wehren, aber eine geordnete Diskussion darüber scheint nicht in Sicht." Viele Betroffene hätten "schon aus freien Stücken auf Leistungen, die ursprünglich im FBV-Vertrag vorgesehen waren, verzichtet und erhebliche Lohnkürzungen in den letzten Jahren bereits hingenommen". Das bleibe bei den neuen Sparplänen, die vor allem Zulagen und Arbeitszeitregelungen aus alten Verträgen betreffen sollen, "offensichtlich unberücksichtigt".

Das Mail verweist zudem darauf, dass diese altgedienten ORFler "maßgeblich an seinerzeitigen Erfolgen des Unternehmens beteiligt" waren: "Sie sind diejenigen gewesen, die das Unternehmen derart hoch am Markt positioniert haben, wovon heute noch gezehrt wird. Nun sollen sie für die derzeitige Führungs-, Entscheidungs- und Ideenschwäche offensichtlich noch einmal den Kopf hinhalten."

Das Mail regt die Gründung einer IG FBV an, die Interessen der Alt-ORFler gegenüber Geschäftsführung und Betriebsrat wahrnehmen soll. (fid)