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Freie Alternativen 

Die freien Alternativen zu proprietärer Software waren auch 2008 weiter auf dem Vormarsch. Neben neuen Entwicklungen rund um das Betriebssystem Linux sah das Jahr 2008 auch aus anderen Bereichen der Open Source-Community Neuerungen, unter anderem von Mozilla, Google, OpenOffice.org und IBM. ChannelWeb hat die zehn coolsten Open Source Produkte des Jahres gekürt.

Foto: AP/ Rietschel

OpenOffice.org 3.0

Im Oktober und rechtzeitig zum achten Geburtstag wurde die neue Version der beliebten Büro-Suite OpenOffice.org veröffentlicht. Das kostenlose Software-Paket unterstützt erstmals offiziell Mac OS X und ist zu Microsofts Office OpenXML kompatibel. Auch PDF-Dateien können nun importiert werden.

Screenshot: red

IBM Lotus Symphony

Im Juni brachte IBM sein kostenloses Office-Programm, basierend auf OpenOffice.org, mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware in Umlauf. Die Herkunft ist angesichts einer stark überarbeiteten Benutzeroberfläche auf den ersten Blick nicht merkbar. Lotus Symphony soll sich optisch eher an Microsofts Office orientieren und so dem Redmonder Riesen die Nutzer abspenstig machen.

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Firefox 3.0

Ebenfalls im Juni gab Mozilla den Startschuss für die dritte große Version des freien Browsers Firefox. Version 3.1 ist bereits in den Startlöchern und Mozilla bereit, Microsofts Internet Explorer weitere Marktanteile abzuknöpfen. Firefox 3.0 brachte nicht weniger als 15.000 Änderungen und konnte im WebStandard-Test unter anderem mit der überarbeiteten Adresszeile "Awesomebar" und Performance-Verbesserungen überzeugen.

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Laconica

Mit Twitter wurde das sogenannte Microblogging populär. Laconica ist die Open Source-Variante des Microblogging-Ansatzes und wird unter anderem von der Seite Identi.ca genutzt. Nutzer können damit ihr eigenes Social Network entwickeln und über Browser, E-Mail und SMS kommunizieren.

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Fedora 9

Obwohl im November bereits Version Nummer 10 veröffentlicht wurde, hat sich ChannelWeb beim Ranking der 10 coolsten Open Source-Produkte für den Vorgänger Fedora 9 entschieden. Grund dafür sind die neuen Desktop-Schemes, das neue Paket Management System und Verbesserungen bei der Speichernutzung und der Performance. Auch im WebStandard-Test schnitt Fedora 9 als "Cutting Edge"-Distribution in fast allen Punkten tadellos ab.

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Ubuntu 8.10

Im November erblickte der "Intrepid Ibex" das Licht der Desktop-Welt. Ubuntu 8.10 überzeugt vor allem durch einfache Nutzung und stabile Performance und soll sich daher vor allem für Linux-Neulinge gut eignen. Und während man beim großen Konkurrenten Microsoft noch auf die öffentliche Beta-Version von Windows 7 warten muss, kann man kurz nach der Veröffentlichung von 8.10 schon einen Blick auf die erste Testversion von Ubuntu 9.04 ("Jaunty Jackalope") werfen.

 

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OpenSUSE 11

Novell brachte 2008 zwar keine neue Version des Klassikers SUSE Linux auf den Markt, dafür wurde im Sommer die Community-Distribution OpenSUSE 11 veröffentlicht. Die neue Version brachte Verbesserungen in punkto Usability, Performance und Stabilität. Auch der Test des WebStandard bescheinigt der Distribution ein sehr gelungenes Update mit einer guten Integration von GNOME sowie KDE 3 und 4.

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Novell JeOS

Auch die abgespeckte Version von Novells SUSE Linux Enterprise Server 10 SP2 schaffte es in die Top Ten Liste. Das "Just enough" OS ist speziell für virtuelle Applikationen gedacht. Anwendungen, die für den Enterprise Server zertifiziert sind, laufen auch auf JeOS.

Screenshot: Archiv

Ubuntu 8.04

Und noch einmal Ubuntu: Sowohl Ubuntu als auch Fedora haben einen Veröffentlichungszyklus von etwa sechs Monaten. Damit die Nutzer aber nicht jedes halbe Jahr umsteigen müssen, bietet Canonical für den im April veröffentlichten "Intrepix Ibex"-Vorgänger "Hardy Heron" (8.04) noch bis 2011 Support und Updates an. Neu in Version 8.04 ist, dass Ubuntu direkt in einer vorhandenen Windows-Installation eingerichtet werden kann, was auch im WebStandard-Test unter die Lupe genommen wurde.

Screenshot: red

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Android

Nach einer Reihe Linux-Distributionen wird in der Top Ten Liste zu guter Letzt auch noch eine mobile Anwendung angeführt. Googles Betriebssystem für Handys wurde 2008 mit der klaren Absicht veröffentlicht, Apples iPhone vom Smartphone-Thron zu stoßen. Im Gegensatz zu Apple will Google den Entwicklern freie Hand lassen, was die Entwicklung und Verbreitung von Applikationen angeht. Der richtige Durchbruch wird aber erst erwartet, wenn mehr Android-Endgeräte auf dem Markt gelandet sind. (br)

Foto: AP/Steinberg