Nives Meroi ist eine der erfolgreichsten Bergsteigerinnen der Welt.

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Rom - Eine der erfolgreichsten Bergsteigerinnen der Welt, Nives Meroi, hat sich im März sich auf ein neues Abenteuer vorbereitet. Die 48-jährige Lombardin, die bereits elf Achttausender erzwungen hat, wollte den 8.586 Meter hohen Kangchenjunga in Nepal besteigen.

"Sammlung" begann mit dem Nanga Parbat

"Ich bin in der Form meines Lebens und ich zähle die Tage bis zur Abfahrt", erzählte die Alpinistin im Vorfeld. Meroi - die seit 20 Jahren in Fusine Laghi, nur wenige hundert Meter unweit der Grenze im italienisch-österreichisch-slowenischen Dreiländereck lebt - begann ihre "Sammlung" von Achttausendern im Jahr 1998 ausgerechnet mit dem schwierigsten und gefährlichsten, dem Nanga Parbat (8.125 m). Auch der nicht minder schwierige K2 (8.611 m) ist bereits auf ihrem Konto, ebenso wie der Dhaulagiri.

Meroi steht im Konkurrenzkampf mit der um zehn Jahre jüngeren oberösterreichischen Alpinistin Gerlinde Kaltenbrunner, der noch der Mount Everest und der K2 auf die vierzehn fehlen, und der Baskin Edurne Pasaban, die noch den Shisha Pangma und den Annapurna vor sich hat.

Meroi ist der Anschluss vorerst nicht gelungen: Am Sonntag musste die 48-Jährige wegen gesundheitlichen Problemen ihres Ehemanns Romano, der sie begleitete, den Aufstieg abbrechen.

Wettstreit

Während der Wettstreit um den Titel der ersten Frau auf allen 14 Achttausendern noch nicht entschieden ist, fiel die Entscheidung bei den Männern bereits vor fast 21 Jahren, am 16. Oktober 1986, zugunsten des Südtirolers Reinhold Messner. Bisher standen zwölf Männer auf allen 14 Achttausendern. (APA)