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Dicke Luft in Hongkong

Foto: APA/EPA/ALEX HOFFORD

Genf - Die gesundheitsschädliche Luftverschmutzung in großen Städten Asiens und Südamerikas nimmt nach UN-Angaben dramatisch zu. Dies teilte die Welt-Meteorologieorganisation (WMO) am Sonntag in Genf am Vortag des Welt-Meteorologietags unter dem Motto "Die Luft, die wir atmen" mit.

Während in Europa in den vergangenen 20 Jahren die Luftverschmutzung deutlich reduziert worden sei, gebe es in boomenden Großstädten wie Neu Delhi, Mumbai, Karachi, Shanghai, Peking oder Lima, Santiago und Bogota die gegenteilige Entwicklung, sagte die WMO-Wissenschafterin Liisa Jalkanen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass jährlich zwei Millionen Menschen an durch Luftverschmutzung ausgelösten Atemwegserkrankungen, Herzbeschwerden, Lungeninfektionen oder Krebs sterben.

Die feinen Staubpartikel, die die Erkrankungen auslösen, stammen vor allem aus Kohle- und Holzfeuern sowie ungefilterten Dieselmotoren. 2005 hatte die WHO geschätzt, dass die Zahl der Todesfälle in Städten mit größerer Luftverschmutzung 15 bis 20 Prozent höher liegt als in Städten mit sauberer Luft. Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in städtischen Gebieten. Bis 2030 werden es nach Angaben der Vereinten Nationen zwei Drittel sein. (APA)