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Großbritannien auf dem Weg zum Überwachungsstaat.

Chris Jackson/Getty Images

Die britische Regierung könnte einem Bericht der BBC nach künftig soziale Netzwerke wie Facebook, MySpace und Bebo überwachen. Ziel sei es dem Terrorismus und kriminellen Verbänden vorzubeugen.  

Die Idee des Innenministeriums folgt dem Vorschlag, wonach in Großbritannien künftig digitale Spuren jedes Telefonats, jeder Email und der Internet-Besuche aufgezeichnet werden sollen.

Nur bestimmte Daten

Während die Kritiker von einer "Spitzel-Charter" sprechen, versichert die Regierung "nur" Kontaktdaten speichern zu wollen, nicht aber Gespräche und Nachrichten. Um kriminellen Machenschaften zuvorzukommen, wolle wissen, wer mit wem in Verbindung ist.

Tom Brake, Sprecher der Liberalen Demokraten, sagte, die Webseiten würden heikle persönliche Daten beinhalten. Er sei besorgt, dass diese Daten von irgendeiner Regierungsdatenbank durchsickern könnten. Zusammen mit den Plänen zur Überwachung der Telefonverbindungen und Emails, droht dies die "teuerste Spitzel-Charter in der Geschichte zu werden".

"Es ist zu tiefst Besorgnis erregend, dass sie nun vorhaben soziale Netzwerke zu überwachen, die heikle Daten wie sexuelle Orientierungen, Religionszugehörigkeiten und politische Einstellungen beinhalten."

Schritt halten

Von Seiten des Innenministeriums heißt es, man sei nicht an den persönlichen Inhalten der User-Seiten  interessiert, genauso wenig an den Inhalten von Telefongesprächen und Emails. "Wir sind uns im Klaren darüber, dass die Kommunikationsrevolution in diesem Land rapide vorangeschritten ist und, dass sich die Art und Weise, wie wir Kommunikationsdaten sammeln, ändern muss." All dies unter der Premisse es mit dem Terrorismus aufzunehmen und Beweise zu sammeln.

Erste Details zum neuen Gesetzesvorschlag wurden Anfang des Monats von Innenminister Vernon Coaker erläutert. (zw)