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Sämtliche Bioeier- sowie zwei Freilandeier-Marken schnitten bei den Kategorien Ökologie und Tierschutz mit "Hervorragend" oder zumindest "Gut" ab

Foto: APA/dpa/Patrick Lux

Wien - Neben Ostereiern aus biologischer Landwirtschaft gibt es heuer erstmals empfehlenswerte konventionelle Produkte im Handel. Das berichtete die Umweltorganisation Greenpeace in einer Aussendung. Der Greenpeace-Einkaufsratgeber marktcheck.at untersuchte wieder die Farbeier. Die Konsumentensprecherin der Umweltorganisation, Claudia Sprinz: "Die Verbesserungen sind zwar erfreulich, doch die Mehrzahl der konventionellen Ostereier wird immer noch mit einem Chemie-Cocktail gefärbt, den ich meiner Familie keinesfalls zumuten würde."

"Kann die Aktivität von Kindern beeinträchtigen"

"Vor allem die großen Handelsketten zeigen dabei leider nicht das geringste Verantwortungsbewusstsein, denn all ihre konventionellen Eigenmarken-Produkte enthalten die Gesundheit gefährdende Farbstoffe", sagte Sprinz. Der für die Farbe Rot eingesetzte Farbstoff Erythrosin könne gesundheitsschädlich sein, so auch der zum Gelbfärben verwendet Farbstoff Chinolingel. Dieser ist in den USA für Lebensmittel bereits verboten. Ab 2010 müssen laut Greenpeace auch in der Europäischen Union Produkte mit diesem Farbstoff mit der Aufschrift "kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen" gekennzeichnet sein.

Bioeier gut bewertet

Sämtliche Bioeier- sowie zwei Freilandeier-Marken schnitten bei den Kategorien Ökologie und Tierschutz mit "Hervorragend" oder zumindest "Gut" ab, hieß es. Auch in Sachen Gentechnik gab es Verbesserungen: Nur noch sieben Produkte stammen von Hennen, die mit Gentech-Tierfutter ernährt wurden. Siebzehn Ostereier erzielten in der Sparte Ökologie dagegen ein "Ungenügend", weil bei ihnen Erythrosin zum Einsatz kam.

Den Konsumenten empfahl Sprinz: "Bio-Ostereier im Karton schneiden bei Ökologie und Tierschutz am Besten ab und sind somit uneingeschränkt zu empfehlen. Und bei den konventionellen Produkten erkennt man problematische Farbstoffe zum Einen an den besonders grellen Farben und andererseits auch daran, dass die Kürzel 'E127' (für Erythrosin) und/oder 'E104' (für Chinolingelb) im Kleingedruckten zu finden sind." (APA/red)