Paris - Von den zwei in der sudanesischen Krisenregion Darfur entführten Mitarbeitern einer westlichen Hilfsorganisation gibt es ein Lebenszeichen. "Wir haben neue Informationen, nach denen die beiden Personen gesund sind", teilte das französische Außenministerium am Dienstag mit. Zugleich bestätigte es, dass es sich bei den Entführten um Mitarbeiter von Aide medicale internationale aus Frankreich und Kanada handelt. Sie waren im Süden der Krisenprovinz für die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Einsatz.

Die Helfer der französischen Hilfsorganisation waren in der Nacht zum Sonntag vom Gelände ihrer Wohnanlage in Ed El-Fursan verschleppt worden. In dieser Region hatte es in den vergangenen Wochen Kämpfe zwischen zwei verfeindete Stammesgruppen gegeben. Nach Informationen des Nachrichtendienstes SMC, dem gute Kontakte zu sudanesischen Sicherheitskreisen nachgesagt werden, fordern die Entführer 200 Millionen Dollar (151 Mio Euro) Lösegeld. Das Außenministerium in Paris machte dazu keine Angaben. (APA/dpa)