Diyarbakir - Nach Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten bei einer Kundgebung für den Gründer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, sind im Südosten der Türkei zwei junge Männer gestorben. Die 21 und 27 Jahre alten Männer wurden zusammen mit zwei weiteren Demonstranten im Dorf Omerri verletzt und starben später im Krankenhaus, wie Sicherheitskräfte am Samstag mitteilten.

Bei der Demonstration mit rund 5000 Teilnehmern zum 60. Geburtstag Öcalans war es nach Angaben der Sicherheitskräfte zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten schleuderten Steine auf Polizisten, die ihrerseits Wasserwerfer und Tränengas einsetzten. Öcalan wurde in Omerri geboren.

Öcalan war am 15. Februar 1999 in Kenias Hauptstadt Nairobi von türkischen Agenten gefasst worden. Er wurde in einem Hochverratsprozess zum Tode verurteilt; die Strafe wurde nach der Abschaffung der Todesstrafe in der Türkei in lebenslange Haft umgewandelt.

Seit zehn Jahren sitzt Öcalan als einziger Häftling auf der Insel Imrali ein. Lediglich Verwandte und seine Anwälte dürfen ihn besuchen. Trotzdem soll Öcalan noch immer massiven Einfluss auf die PKK haben, die von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird. (APA/AFP)