Österreichs EU-Botschafter Hans Dietmar Schweisgut kritisiert die Haltung der europäischen Staaten im Zusammenhang mit den Maßnahmen gegen den Klimawandel. Wörtlich sprach Schweisgut in diesem Zusammenhang von „zu viel Selbstlob". „Das europäische, und auch österreichische, Problem ist vor allem, dass wir alle vom Selbstlob überfüllt sind. Denn nicht nur die europäischen Länder sind stark in Umweltpolitik, auch die USA und Japan investieren schon fast mehr als die EU."

Schweisgut ortet auch innerhalb der Union einen nach wie vor dauernden Richtungskampf. Als Beispiel dafür nennt er eine Szene vom Dezembergipfel treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs. Damals versuchte Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi, den gesamten Kyoto-Prozess zu Fall zu bringen, unter Hinweis auf die drohende Wirtschaftskrise. Er würzte das mit einem Vergleich: „Das Ganze ist wie eine Frau die Krebs hat und sagt, sie will unbedingt zum Frisör gehen". Die Reaktionen waren eindeutig - laute Entrüstung machte sich breit. 

In der Zeit, als Deutschland den EU-Vorsitz hatte, wurde eine Initiative gestartet, durch die ein Schwerpunkt im Bereich Energie und Klimaschutz gesetzt wurde. Dabei wurde auch die Entscheidung gefällt, dass die EU ein Vorreiter bei der Neuverhandlung des ausgelaufenen Kyoto-Protokolls im Jahre 2013 sein solle, und dabei allen und vor allem sich selbst strengere und verpflichtende Ziele zu setzen.

Trotz allem hat man immer wieder den Anschein, dass beim Umweltschutz dennoch sehr auf die Wirtschaft Rücksicht genommen wird, vielleicht sogar mehr. Es stellt sich als Problem heraus, dass, wenn man bei der gesamten Industrie Ausnahmen bei Verpflichtungen zur Senkung der Schadstoffe macht, die Umweltrettungsversuche keinen Effekt haben können. Die Industrie argumentiert, dass man ohne jegliche Zugeständnisse nicht mehr wettbewerbsfähig wäre, doch Umweltschützer sind der Meinung, dass man keine Ausnahmen machen sollte. Sollte die Umwelt Vorrang haben, wäre ein ganzes Land nach kurzer Zeit nur noch vom Ausland abhängig. Noch dazu hat die Umwelt den Nachteil, dass im Wirtschaftsektor viele Geld und Macht besitzen, und somit auch viel Einfluss haben.  <!-- /* Font Definitions */ @font-face {font-family:Calibri; panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:swiss; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;} /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-parent:""; margin-top:0cm; margin-right:0cm; margin-bottom:10.0pt; margin-left:0cm; line-height:115%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:Calibri; mso-fareast-font-family:Calibri; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:DE-AT; mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 {size:595.3pt 841.9pt; margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; mso-header-margin:35.4pt; mso-footer-margin:35.4pt; mso-paper-source:0;} div.Section1 {page:Section1;} --> (Agnes Koreska)