DEUTSCHLAND:

"Bild": "Ferrari ging baden! Schumi Regen-Depp? Katastrophenstart für Ferrari in die Saison! Zwei Rennen, null Punkte. Dafür jede Menge Pannen. Trotz Super-Berater Michael Schumacher! Als Fahrer galt er früher als 'Regengott'. Ist der Berater Schumi ein Regen-Depp?"

"Stuttgarter Zeitung": "Ecclestone macht seine eigene Show kaputt. Der Große Preis von Malaysia wäre problemlos auch als Grand Prix von Finnland durchgegangen. Ein feuchtheißer Aufguss, der es in sich hatte: Nach einer Stunde beendete ein Monsunregen das zweite Formel-1-Rennen der Saison. Der Automobilweltverband FIA hatte das Rennen um zwei Stunden auf 17 Uhr nach hinten verschoben, um in Europa bessere Quoten zu bekommen - ungeachtet des hohen Schauerrisikos und der früh einbrechenden Dämmerung vor Ort. Das ging prompt schief - oder gut, wie man will. Noch während des schau(d)erhaften Rennverlaufs fanden Gespräche mit Vermarkter Bernie Ecclestone statt, künftig wird in Malaysia wieder früher gestartet. Denn die gewünschte Flutlichtanlage wie im benachbarten Singapur lässt sich nicht finanzieren."

"Süddeutsche Zeitung": "Erst kommt der Monsun, dann die Nacht."

"Frankfurter Rundschau": "Freischwimmer in Sepang. Ein Wolkenbruch spült in Malaysia Nick Heidfeld und Timo Glock hinter Jenson Button aufs Podest."

"Financial Times Deutschland": "Nur fahren, nicht schwimmen. Land unter in Kuala Lumpur: Das Formel-1-Rennen von Malaysia wird nach 33 Runden abgebrochen, und gewonnen hat schon wieder Jenson Button von Brawn GP. Aber nur so halb."

ENGLAND:

"The Sun": "Lewis leidet Höllenqualen, während Button erneut gewinnt - Lewis Hamilton gab zu, dass er beim Großen Preis von Malaysia das 'schlimmste Wochenende meiner Karriere' durchlebte."

"Daily Mail": "Button ist der Regen-Champion, nachdem der durchnässte Malaysia-Grand-Prix vorzeitig endet - Jenson Button gewann ein 'verrücktes Rennen', indem er durch Chaos und Unwetter in Malaysia schlitterte."

"Daily Express": "Button ist der Regen-Champ - Admiral Jenson Button segelte zu seinem zweiten Sieg in Folge. Das außergewöhnliche Rennen in Malaysia wurde aufgegeben, als sich die Rennstrecke in einen See verwandelte."

"Daily Telegraph": "Jenson Button gewinnt Malaysia-Grand-Prix auf halber Strecke - es war das surreale Ende einer surrealen Woche. Während Donner im Hintergrund grollten, wurde er in Finsternis gehüllt, und biblische Unwetter drohten, seinen Brawn-GP-Boliden über die Ziellinie von Sepang zu schwemmen. Die Kameras zoomten auf den großen Regenschirm und stellten Jenson Buttons perplexes Gesicht scharf. 'War es das?', frage er. Ja, das war es."

"The Times": "Jenson Button stürmt auf der Donner-Straße zum zweiten Siegesschlag - einer der am meisten debattierten Saisonstarts der Formel 1 setzte sich in denkwürdiger, wenn auch durchnässter Weise fort. Der Skandal um Lewis Hamilton, der angewiesen wurde, die Stewards in Australien anzulügen, wurde kurzzeitig für den Malaysia-Grand-Prix beiseitegelegt, der sich allerdings als Schlag ins Wasser entpuppte. Was allerdings den Mann der Stunde, Jenson Button, nicht bremste."

"The Guardian": Buttons zweiter Grand-Prix-Sieg in Serie bleibt getrübt - Jenson Buttons feierte seinen - und Team Brawn-GPs - zweiten Sieg, wenngleich die Bedingungen jeder Beschreibung spotteten, nachdem ein tropischer Gewittersturm den Parcours unter Wasser setzte und das Rennen frühzeitig beendete."

SPANIEN:

"El Pais": "Jenson Button gewinnt auch im Regen. Dies war kein Zufall. Sein Teamchef Ross Brawn war inmitten des Chaos der Einzige, der einigermaßen die Übersicht behielt und mit seinen Entscheidungen fast immer richtig lag."

"Marca": "Die Verantwortlichen der Formel 1 haben die Chance zu einem großen Renn-Spektakel verschenkt. Alle haben das Unwetter vorhergesehen, nur die FIA nicht."

"As": "Button behauptet sich im Chaos-Rennen. Ferrari begeht einen taktischen Fehler, lässt Kimi Räikkönen Regenreifen aufziehen, obwohl die Strecke noch trocken war, und erleidet einen totalen Schiffbruch."

"Sport": "Das Chaos bemächtigt sich der Formel 1. Ein Unwetter verwandelte ein spannendes und heiß umkämpftes Rennen in ein beispielloses Durcheinander."

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport": "Sintflut! Und auch im Chaos siegt Button. Wieder ein Desaster für Ferrari: Null Punkte! Fehler, Probleme und Pech. Schumacher - ein Gespenst. In Maranello gibt es einen Geist. Und der spricht Deutsch. Hat Schumi die Strategie entschieden?"

"Tuttosport": "Ferrari liegt in Scherben. Die Formel 1 ist eine Farce."

"Corriere dello Sport": "Über Ferrari geht eine Sintflut nieder. Die Roten sind mit null Punkten Letzte!"

"Corriere dello Sport": "Eine Sintflut in der Formel 1, aber Button gewinnt trotzdem. Zweifel wegen Schumacher. Ferrari bleibt bei null Punkten stehen, Domenicali ist wütend."

"LUnità": "Pirat Button siegt in Malaysia."

"LUnione Sarda": "Ein Ferrari-Desaster: Zwei Rennen, null Punkte."

"La Repubblica": "Ferrari ist eine Schande, auch Schumacher steht in der Kritik. Von der Dunkelheit bis zum Wolkenbruch. In der Formel-Chaos weigern sich die Piloten weiter zu fahren."

"La Gazzetta di Modena": "Jetzt wird Schumachers Rolle in der Box problematisch. Domenicali ruft Ferrari zum Report."

FRANKREICH:

"La Tribune": "Die Formel 1 ertrinkt in Malaysia: Gewitter, die früh einfallende Nacht und das Schweigen der FIA machten den Grand Prix während der Regenzeit zu einem Fiasko."

"Liberation": "Die Meister geraten ins Schwimmen. Lewis Hamilton sah sich darin bestätigt, dass sein McLaren-Mercedes nicht die Waffe ist, mit der sich der Titel verteidigen lässt. Auch Fernando Alonso hatte keinen Grund zum Feiern; er hätte einen besseren als den anonymen elften Platz verdient."

"Le Figaro": "Jenson Button ist im Augenblick das Maß aller Dinge in der Formel 1. Das Wunderteam Brawn GP hat ihm die Gelegenheit zu einem unglaublichen flammenden Comeback gegeben." (APA)