Abu Dhabi/VAE - Der frühere ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger hat mit seinem Verein am Wochenende das Cup-Finale um den "Etisalat Emirates Cup" knapp verloren. Der FC Al Wahda musste sich vor über 31.000 Zuschauern im Stadion von Al Jazira dem Tabellendritten Al Ain 0:1 (0:0) geschlagen geben, womit dem Außenseiter eine Einnahme von knapp 600.000 Euro entgangen ist.

"Das Endspiel war mein erstes in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das ist wie ein Finale der Champions League mit Feuerwerk etc. aufgezogen worden. Es war ein Erlebnis", erzählte "Hicke" im Gespräch mit der APA. Jetzt sieht er auf seine Mannschaft für den Rest der Saison Probleme zukommen, die als Verlierer immerhin noch 200.000 Euro kassierte.

Keine Prämie macht krank

"Weil der Verein meinen Spielern keine Prämie für das Erreichen des Finales auszahlt, sind sie unzufrieden und werden sich verletzt melden. Ich kenne meine Pappenheimer", so der rot-weiß-rote EM-Teamchef, der als Saisonziel den vierten Tabellenplatz in der Liga ausgegeben hat. "Wenn die Stimmung aber halbwegs in Ordnung ist, dann müsste das realistisch sein."

Derzeit trennen Al Wahda nur drei Punkte vom vierten Rang, aber auch nur fünf Zähler vom Abstieg. "Hicke" vertrieb sich am Montag den Ärger über die Niederlage im "hartumkämpfen und ausgeglichen Cup mit sieben Gelben Karten" beim Golfen und Schwimmen. "Wir hatten mehr gute Chancen und mehr vom Spiel, haben aber Probleme, Tore zu machen", so Hickersberger. Das Goldtor hatte Shaab Ahmed (73.) nach Traumpass des 17 Mio. teuren Chilenen Jorge Valdivia erzielt. (APA)