Leipzig - Die 1998 in Leipzig entdeckten Thora-Rollen stammen nicht aus einer Synagoge in der Stadt, sondern sind Wehrmachts-Raubgut. Sie seien 1939 in Polen geraubt und dann von der Leipziger Universitätsbibliothek übernommen worden, teilte die Uni am Montag mit. Der Direktor der Bibliothek, Ulrich Johannes Schneider, nannte es eine Schande, dass der Raub mit Hilfe der Bibliothek im Krieg vollendet und verschleiert wurde.

Bisher war davon ausgegangen worden, dass ein Unbekannter die Thorarollen in der Pogromnacht 1938 unter Einsatz seines Lebens aus einer Leipziger Synagoge gerettet hatte. (APA/dpa)