Klein, einfach und doch wirksam: "C2H"

Foto: Novis

Manche Dinge passen nur dann zusammen, wenn man sich verrenkt, meint Werner Binnenstein-Bachstein. Und weil im Charitybereich Glaubwürdigkeit zählt, setzt der Generalsekretär der Wiener Caritas fort, "tun wir uns mit exklusiven Charity-Gala-Dinners sehr schwer". Denn obwohl Promis und Publikum längst nicht mehr Widersprüchliches im "Völlern gegen den Hunger" sehen, hat derlei für Binnenstein-Bachstein "einen komischen Beigeschmack".

Erst recht, weil es auch niederschwelliger geht. "Coffee to help" (C2H) nennt sich die von der Caritas propagierte kleine Schwester des "Charity Gala Dinners": Man kocht Kaffee - und stellt eine Sammelbox auf. Das klingt so einfach wie es ist - und funktioniert sogar mit Promis: Vergangene Woche lud Christoph Stepan (Wirt von Dominic Heinzls Stammbeisl Novis) zu Kaffee und Kuchen, und neben Haubenwirt Heinz Hanner kamen Mike Krüger, Oliver Stamm und natürlich Heinzl - und alle warfen Geld ein. Bei "großen" Charities ist das nicht immer so.

Auf die Idee des Micro-Charity-Events, betonte Binnenstein-Bachstein, habe die Caritas kein Copyright. Das wolle man auch nicht: Nachahmer und Plagiatoren werden gesucht - gerne auch ohne VIP-Beteiligung. Aber immer mit Spendenbox. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD-Printausgabe, 7.4.2009)