Bonn - Die Deutsche Post bereitet einem Pressebericht zufolge ein Offert für den zum Verkauf stehenden Teil der britischen Royal Mail vor. Die Briefsparte des Unternehmens soll sich mit 500 Mio. Euro an dem Kaufangebot beteiligen, berichtet die "Welt" (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Wie hoch das Gesamtangebot des Bonner Konzerns für die britische Post letztendlich ausfallen werde, sei unklar. Entscheidend hierfür sei wiederum, wie viel der Bieter in die Royal Mail investieren muss.

Denn die britische Post muss der Zeitung zufolge mit Milliarden-Aufwand technisch saniert werden. Das britische Wirtschaftsministerium will zunächst 30 Prozent an Royal Mail verkaufen. Die Angebotsfrist läuft bis Ende April.

Das Kaufgebot der Bonner soll der Zeitung zufolge aus einem Baranteil sowie einem Investitionsplan bestehen. Die Deutsche Post habe dies nicht kommentieren wollen, hieß es weiter. Ende März seien zwölf hochrangige Post-Manager zu Kaufgesprächen mit Royal Mail nach London gereist. Die Deutsche Post sei neben der niederländischen TNT und dem britischen Finanzinvestor CVC der dritte Bieter in dem Privatisierungsverfahren. Unter den Bietern ist TNT am stärksten in Großbritannien vertreten mit einem eigenen Briefdienst und einem Marktanteil von 15 Prozent. (APA/dpa)