Teheran - Der führende Reformkandidat bei der bevorstehenden Präsidentenwahl im Iran hat sich für einen Dialog mit den Vereinigten Staaten ausgesprochen. Allerdings werde auch er im Falle seiner Wahl das iranische Atomprogramm nicht aufgeben, sagte Mir-Hossein Moussavi am Montag auf seiner ersten Pressekonferenz seit Ankündigung seiner Kandidatur für die Wahl am 12. Juni. Es bleibe abzuwarten, ob die neue US-Regierung von Präsident Barack Obama tatsächlich eine neue Politik gegenüber dem Iran verfolgen werde. Doch Gespräche seien allemal sinnvoll.

Nutzbringend für beide Seiten könne ein solcher Dialog aber nur sein, wenn dem Iran nicht ein Verzicht auf fortgeschrittene Technik abverlangt werde, fügte Moussavi mit Blick auf die iranische Urananreicherung hinzu. Das Atomprogramm aufzugeben, würde dem Land schweren Schaden zufügen. Er wolle sich jedoch für eine Senkung der Kosten einsetzen, sagte Moussavi und bezog sich damit offenbar auf die internationalen Sanktionen gegen Teheran. Der 67-Jährige gilt als aussichtsreichster Herausforderer von Amtsinhaber Mahmoud Ahmadinejad. (APA/AP)