Wien - Die Regierung des brasilianischen Bundesstaates Amazonas hat die Errichtung von sechs Schutzgebieten mit einer Gesamtfläche von mehr als 23.000 Quadratkilometern angekündigt. Das entspricht einer Fläche von Niederösterreich und dem Burgenland zusammen. Mit diesen neuen Flächen werden Lücken im "Amazon Region Protected Areas Programme" (ARPA) geschlossen, so in einer Aussendung der Umweltorganisation WWF.

Das ARPA ist ein von der brasilianischen Regierung und dem WWF im Jahr 2002 ins Leben gerufenes Projekt. Gemeinsam soll bis 2012 ein Schutzgebietsnetzwerk von 600.000 Quadratkilometern - das sind zwölf Prozent des brasilianischen Regenwaldes - geschaffen werden. Unter anderen sind auch die Weltbank und die deutsche Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit daran beteiligt.

Straßenbau eindämmen

Mit den Schutzgebieten sollten die Folgen des Straßenbaus für den Amazonas eingedämmt werden. "Die Verkehrswege öffnen den Wald nach außen und machen die Zufahrt durch ehemals unwegsame Gebiete möglich. Illegale Holzfäller dringen in die Wälder ein und schlagen die wertvollsten Bäume heraus, wodurch der Wald massiv geschädigt wird. Auch sind die Besitzverhältnisse sind oftmals ungeklärt", so die Umweltorganisation. (APA)