Wien - Die Krise hinterlässt zunehmend ihre Spuren in der Insolvenzstatistik der heimischen Betriebe: Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich im 1. Quartal 2009 im Jahresvergleich um 18,8 Prozent auf 1.699 Fälle. Die Privatkonkurse erhöhten sich dagegen "nur" um 4,4 Prozent auf 2,498 Fälle. Durch Pleiten waren 8.724 Arbeitsplätze bedroht.

Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten 936 Konkurse und 21 Ausgleiche eröffnet, um 28,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der mangels Masse abgewiesenen Fälle stieg dagegen nur um 8 Prozent.

Mehr Privatinsolvenen

Bei den Privatinsolvenzen stieg die Zahl der eröffneten Verfahren um 5,5 Prozent auf 2.203 Fälle, die der mangels Kostendeckung abgewiesenen Fälle gingen um 1,3 Prozent auf 295 zurück.

Die Summe der durch Insolvenzen gefährdeten Forderungen erhöhte sich laut AKV um 390 auf 1,28 Mrd. Euro.

Größte Pleiten im Quartal waren der Ausgleich der oberösterreichischen Holzindustrie Theresia Häupl GmbH mit fast 73 Mio. Euro, gefolgt vom Konkurs der Wiener Finanzgruppe Globe Invest mit 34 Mio. Euro Passiva.

Die meisten Unternehmenszusammenbrüche gab es im Quartal im Bauhaupt- und Nebengewerbe und im Bereich Gaststätten und Hotellerie gefolgt von den Transportunternehmen.(APA)