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US-Abgeordnete im Gespräch mit Raul Castro.

Foto: Photo by Granma/Mambo Photo via Getty Images

Washington/Havanna - Eine Delegation von US-Parlamentariern ist am Dienstag mit Kubas Revolutionsführer Fidel Castro und dessen Bruder, Präsident Raul Castro, zusammengetroffen. Der 82-Jährige Fidel Castro habe einen "sehr energiegeladen" Eindruck gemacht, berichtete die Leiterin der Gruppe, die demokratische Abgeordnete Barbara Lee, im US-Fernsehsender CNN.

Die Zusammenkunft mit Castro sei "bewegend" gewesen, er habe sich bei dem Gespräch Notizen gemacht und viele Fragen gestellt, sagte Lee. Eine Botschaft der Regierung von Barack Obama habe sie Fidel Castro aber nicht überbracht. "Es ist an der Zeit, den Dialog mit Kuba zu eröffnen", betonte die kalifornische Abgeordnete.

Versuch Beziehungen zu normalisieren

Das Treffen mit Präsident Ral Castro wurde von Beobachtern als Versuch von seiner Seite gewertet, die Beziehungen Havannas mit den USA zu normalisieren. Auch Barbara Lee, erklärte, die Reise sei zustande gekommen, weil die Welt eine Änderung in der Außenpolitik der USA unter Obama erwarte.

Fidel: Kuba fürchtet sich nicht vor einem Dialog mit den USA

Die sieben US-Demokraten waren zuvor mit Außenminister Bruno Rodriguez Barrilla und Parlamentspräsident Ricardo Alarcon zusammengetroffen. Fidel Castro schrieb in einem Kommentar zu dem Besuch, Kuba fürchte sich nicht vor einem Dialog mit den USA. "Wir brauchen aber auch keine Konfrontation um zu existieren, wie einige Verrückte denken", schrieb der Revolutionsführer, der Zeit seines Lebens gegen die USA gekämpft hat. "Die US-Gesetzgeber sind außergewöhnliche Zeugen des Respektes, mit dem die alle Nordamerikaner empfangen werden, die unser Vaterland besuchen."

Die Abgeordnete Lee erklärte, die Parlamentarier seien optimistisch, dass sich die Haltung Washingtons im Hinblick auf das Embargo ändern werde. Erst vor kurzem hatte der US-Kongress das Reisen von Exilkubanern nach Kuba erleichtert. "Die Delegation erkennt, dass es noch eine Menge zu tun gibt, um die Dinge zu ändern", sagte Lee weiter. "Aber es lohnt sich, wenn es sich um die Normalisierung der Beziehungen handelt." (APA/dpa)