Nein, das ist kein Altpapier. Das ist eine Sammelleidenschaft.

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Sie knistern, sie rascheln und sie reißen leicht: Seit 40 Jahren sammelt Johann C. Orangenpapiere.

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Das Schutzpapier für die Zitrusfrüchte wird heute kaum noch hergestellt, Orangen kommen meist in Plastiknetzen ins Geschäft.

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"Das ist noch gar nichts. Ein Deutscher hat 30.000 Orangenpapiere gesammelt", meint der Sammler. Dirik von Oettingen sammelt seit 1997 die dünnen Papiere und hat das Buch "Verhüllt um zu verführen" darüber verfasst.

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Der Nutzen kam vor dem Kult: Denn neue Transportmittel wie Eisenbahn, Dampfschiff und später der Lkw ermöglichten ab etwa 1860 Exporte von Orangen aus Südeuropa. Um Transportschäden und gegenseitige Ansteckung mit Fäulnis einzuschränken, wurden sie in Papier gewickelt.

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Bald begannen die Erzeuger die Schutzhüllen mit ihrem Firmennamen oder Bildern zu verzieren.

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Die Motive wurden immer breiter: Frauen, Prominente, Tiere, Zitrusfrüchte, Herzen, Edelsteine, Schiffe oder Märchenfiguren - der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

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Gerade in der Flüchtigkeit liegt der Reiz des Gegenstandes, meint der Sammler. (Julia Schilly/derStandard.at, 20.04.2009)

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