Phnom Penh - Das internationale Tribunal zur Aufarbeitung der Massenmorde während der Herrschaft der Roten Khmer in Kambodscha wird von Korruptionsvorwürfen belastet. Mehrtägige Gespräche darüber zwischen den Vereinten Nationen und der Regierung scheiterten am Mittwochabend. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass internationale Geber Geld zur Finanzierung des Gerichts zurückziehen, wie es in einer Erklärung hieß.

UNO-Mitarbeiter Peter Taksoe-Jensen hatte mit Vertretern der kambodschanischen Regierung über Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen gesprochen, dass kambodschanische Mitarbeiter des Tribunals Geld bezahlen müssten, um ihren Arbeitsplatz zu behalten. Es sei für die UNO äußerst wichtig, dass diese Vorwürfe aufgeklärt würden, hieß es in der UNO-Erklärung. Die ausländischer Geber seien sonst nicht bereit, weiter die Gehälter der Mitarbeiter des Tribunals zu bezahlen. (APA/AP)