Wien - Das Jahr 2008 war für den österreichischen Fenstermarkt kein gutes. Prognosen waren zu Jahresbeginn von einem Wachstum von rund fünf Prozent ausgegangen, geworden sind es schließlich zwei Prozent. Gegen diesen Trend behaupten konnte sich die Alufusion, eine Allianz fünf mittelständischer Fensterhersteller, die Kunststoff-Alufenster produziert und vertreibt. Sie wuchs um vier Prozent und verkaufte 30.000 Fenster, zog Alufusion-Sprecher Rudolf Pfisterer am Donnerstag vor Journalisten Bilanz.

Für heuer erwartet Pfisterer einen Zuwachs von "mindestens drei Prozent". Für den gesamten Fenstermarkt wird mit einem Plus von 2 bis 2,5 Prozent gerechnet. Beflügelt werde der Markt durch das 100-Mio.-Euro-Förderungspaket für die thermische Sanierung, aber auch ohne diese Maßnahme würde die Branche ein Plus verzeichnen, betonte Pfisterer. Die Hausbesitzer würden derzeit stark investieren und sagen, "Grundbuch ist besser als Sparbuch", so Allianz-Partner Anton Posch. Das Wachstum kommt laut Posch vor allem aus dem privaten Wohnbau.

Gegründet wurde die Alufusion am 1. Jänner 2008. Mitglieder der Allianz sind die Fensterhersteller Pfisterer (Salzburg) , Entholzer (Oberösterreich), Opitz (Kärnten), Rupo (Steiermark) und Uchatzi (Niederösterreich). Sie haben zusammen rund 300 Mitarbeiter und 2007 an die 40 Mio. Euro Umsatz gemacht. Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 konnten sie noch nicht vorlegen. Insgesamt wurden im Vorjahr österreichweit 2,7 Millionen Fenster verkauft. Der Marktanteil für Kunststoff-Alufenster am gesamten Fenstermarkt liegt bei etwa zehn Prozent, so eine Schätzung des Marktbeobachters Kreutzer, Fischer & Partner. (APA)