Grafik: Gnome

Erst vor kurzem hat Intel die Leitung der vor allem für den Netbook-Bereich ausgelegten Linux-Variante Moblin in die Hände der Linux Foundation gelegt, die großen Innovationen in diesem Bereich will man aber weiterhin selbst voran treiben. Im Rahmen des Linux Collaboration Summit in San Francisco hat man nun recht ambitionierte Ziele in diesem Bereich verlautbart.

Boot

Denn auch wenn Moblin schon jetzt mit seiner schnellen Startzeit beeindruckt, so soll hier in Zukunft noch einmal deutlich nachgebessert werden. "Ich denke, dass 2 Sekunden Boot-Zeit machbar sind", so Imhad Sousou, Director in Intels Open Source Technology Center. Optimierungen in diesem Bereich könnten das Open-Source-Betriebssystem gerade für den Embedded-Bereich reizvoller machen, etwa zum Einsatz in Auto-Computern. Als Ziel-Plattform konzentriert man sich weiterhin vor allem auf die eigenen kostengünstigen Atom-CPUs.

Interface

Einmal mehr betonte Sousou bei seinem Vortrag, dass das jetzige Interface von Moblin nur ein Platzhalter für andere Entwicklungen ist. Derzeitige Toolkits und User-Interface-Bibliotheken würden einfach nicht die nötige Flexibilität bieten, um eine wirklich reichhaltige User Experience zu bieten. Insofern will man das kommenden Moblin-Interface auf dem 3D-Canvas-Framework Clutter basieren, die EntwicklerInnen hinter der auch für GNOME 3.0 eine wichtige Rolle spielenden Technologie hatte man sich vergangenes Jahr durch die Übernahme von OpenedHand geschnappt. (apo)