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Die Krise hat viele Gesichter. Traurige, glückliche, maßlose und kuriose.

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Während auf der Moskauer Millionärs-Messe die Wohlbetuchten...

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...ihren Reichtum zur Schau stellen,...

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...ist jeder zehnte US-Amerikaner auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Arbeitslosigkeit stieg im März mit 5,7 Millionen Menschen auf ein 26-Jahres-Hoch.

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Sanft landete hingegen Richard Fuld: Der Ex-Chef der US-Pleitebank Lehman Brothers, erhielt bis zum Jahresende 2008 noch monatlich ein Gehalt von 62.500 Dollar und dürfte auch sonst seine Schäfchen ins Trockene gebracht haben. Der Absturz des renommierten Finanzinstituts gilt als Krisenauslöser, als das Zündholz, das den Benzinkanister zur Explosion brachte.

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Das amerikanische Finanzmuseum dagegen hat die erste Ausstellung über die Geschichte der aktuellen Wirtschaftsflaute eröffnet. Museumsdirektor Lee Kjelleren hofft, den Besuchern mit Hilfe einer Zeitleiste erklären zu können, wie es zu der "vermutlich größten von Menschen geschaffenen Katastrophe der Moderne" kam. Die Chronologie beginnt im Februar 2007 an der Wall Street und endet am 2. März 2009, dem Tag an dem der Versicherer AIG einen Verlust von 60 Mrd. Dollar (44,5 Mrd. Euro) meldete.

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Während Politiker wie US-Präsident Barack Obama...

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...und Finanzexperten (im Bild ein sichtlich nachdenklicher IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn) über Hilfspakete diskutieren,...

Foto: Reuters/Stefan Wermuth

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...gehen aufgebrachte Menschen auf die Straße. Sie protestieren gegen die Finanz- und Unternehmenspolitik.

Foto: Reuters/Matt Cardy/Getty Images

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Manche hingegen kommen nicht mehr auf die Straße. Immer häufiger werden Firmenchefs von aufgebrachten Mitarbeitern als Geiseln genommen. Derek Sherwin (Bild-Mitte), der Europa-Chef von Scarpa, musste hart verhandeln, um vier seiner Top-Manager in Frankreich wieder frei zu bekommen.

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Charles Simonyi hingegen kann die Krise nichts anhaben. Als erster Weltraumtourist flog er zum zweiten Mal ins All zur Raumstation ISS. Der Multimillionär ließ sich seinen ersten exklusiven Ausflug im April 2007 25 Millionen Dollar kosten. Dieses Mal musste er noch zehn Millionen mehr drauflegen. Einen Rabatt lehnten die Russen ab, schließlich habe man ständig steigende Kosten - und dann sei da auch noch die Inflation.

Doch die Reise des Multimillionärs, der sein Geld bei Microsoft verdient hat, dürfte für einige Zeit der letzte privat bezahlte Trip ins All sein: Die Russen haben keinen Platz mehr.

 

 

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Eigene Vorstellungen im Kampf gegen die Wirtschaftskrise hat Xytex International. Das US-Unternehmen will mit einer Samenbank mit Sonderangeboten die Konjunktur ankurbeln und senkt den Preis für Sperma von "ausgewählten" Spendern um bis zu 200 Dollar (150 Euro).

"Wir spüren doch alle die Auswirkungen der Krise, und für Familien mit Kinderwunsch zählt jeder Dollar", sagte eine Sprecherin. "Ausgewählte" Spender seien Männer, die mit viel Erfolg oder mehrfach wöchentlich Sperma abgegeben hätten, weshalb es davon große Lagerbestände gebe. Ihre Samen sind jetzt für zwischen 250 und 350 Dollar zu haben, wogegen diejenigen von "Standard"-Spendern zwischen 385 und 585 Dollar kosten sollen.

 

 

Foto: Xytex International

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Andere Länder, andere Rezepte: Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill hat die aktuelle Finanzkrise als Segen bezeichnet. Sie ermögliche es den Menschen, über ihr bisheriges Leben nachzudenken und es neu zu bewertenn.

"Die Krise kann in gewissem Sinn dazu beitragen, dass die Menschen die richtige Einstellung zur Arbeit finden", sagte Kirill. Jeder sollte sich fragen, ob sein Lohn im richtigen Verhältnis zu seiner Arbeit stehe. Kirill, der im Jänner zum Nachfolger des verstorbenen Patriarchen Alexi II. gewählt worden war, verglich die Finanzkrise mit einer Flut, die falsche Versprechungen der Wirtschaft und übermäßige Genusssucht fortspüle.

Foto: APA/EPA

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Ob er dabei an den mutmaßlichen Milliarden-Betrüger Bernie Madoff dachte, ist nicht überliefert. Im März bekannte dieser sich im mutmaßlich größten Betrugsfall der Wirtschaftsgeschichte des Diebstahls, der Geldwäsche und der Urkundenfälschung schuldig, worauf er in Haft genommen wurde. Dem früheren Wall-Street-Finanzier drohen bis zu 150 Jahre Gefängnis.

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Wenig Grund zu lachen gibt es auch für Aktienhändler. Weltweit büßten die Indizes an Wert ein.

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Dafür streiften Banker nochmal ordentlich Boni ein. Die einen verteufeln die Gier,...

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...die anderen präsentieren Lösungsvorschläge.

Foto: Reuters/Andrew Winning

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Er wäre nicht er, wenn er sich nicht auch zur Finanzkrise einen verbalen Faux pas leistete. Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi rät seinen Landsleuten, "mehr zu arbeiten", um einen Ausweg aus der Krise zu finden. Um die Rezession zu überwinden, "müssen die Italiener den Mut zur Reaktion aufbringen, sich mehr engagieren, und vielleicht auch mehr arbeiten". (red)

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