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Ein böser Beitrag zum Thema Bonuszahlungen findet sich in Martin Suters "Das Bonus-Geheimnis", Diogenes 2009

Foto: APA/Georg Hochmuth

Wie genau Kennzahlen und Höhen künftig aussehen werden, ist noch nicht klar. Fix ist aber: So leicht werden die astronomischen Bonuszahlungen nicht mehr auf den Managerkonten landen. Symbolischer Verzicht wird auch gerade populär. Martin Suter steuert einen bösen Beitrag zum Thema in seinem aktuellen Geschichtenband (Das Bonus-Geheimnis, Diogenes 2009) bei:
Ganz zum Schluss der Sparsitzung "Slim" verkündet Burgener seinen Führungskräften, er verzichte freiwillig auf zehn Prozent seines Gehaltes. "Chapeau."

Hegner meldet sich und bietet Selbiges an. Unter Protest nimmt Burgener an, er wolle ja keinen Druck auf das Management machen. Hegners Konkurrent Knabenhans bietet zwölf Prozent. Burgener begnügt sich mit zehn. Bräm erklärt Burgener in der Bar, dass dies ein falsches Signal sei, und offeriert letztlich beim dritten Campari: zehn Prozent. Von jetzt ab geht es schnell. Bei Monatsende ist Burgeners Lohnverzicht von 63.000 brutto auf eine Personalkosteneinsparung von 930.000 plus Lohnnebenkosten angewachsen. Eine Performance, die Burgener von der Konzernleitung mit einem Zusatzbonus von 250.000 honoriert wird. Schöne Geschichte, oder? Sicher frei erfunden und bar jeden Realitätszusammenhangs. Suter lesen empfiehlt sich. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 11./12./13.4.2009)