Als gelber Flitzer erst seit einer Woche im Wiener Stadtbild präsent, hat sich die neue Touristen-Tram bereits zum Renner entwickelt. Täglich drehen mehr als 200 zahlende Gäste ihre Runden mit der adaptierten Bim, die mit Flachbildschirmen und Hörstationen ausgestattet ist. "Das Konzept ist voll perfekt losgegangen", freute sich ein Sprecher der Wiener Linien.

Die Auslastung liege bei rund 50 Prozent: "Das ist mehr, als wir uns im Businessplan gewünscht hätten." Dieser sei von 30 Prozent ausgegangen. Die Zahl der regulären Wiener Fahrgäste, die versehentlich in den Sonderzug einsteigen wollten, sei mittlerweile gering.

Als präferiertes Modell der zahlenden Gäste hat sich das Einfachticket für sechs Euro herauskristallisiert. 80 Prozent kaufen an Bord diesen Fahrschein anstelle der ebenfalls offerierten 24-Stunden-Karte für neun Euro oder des Kombitickets mit dem übrigen Öffinetz für 14 Euro. "Die meisten finden den Preis absolut super", betonte der Wiener-Linien-Sprecher.

Die neue, knallgelbe "Vienna Ring Tram" ist täglich zwischen 10.00 und 18.00 Uhr und im Juli und August bis 19.00 Uhr auf dem ehemaligen Kurs der Linie 1 unterwegs, die seit der Umstellung der Straßenbahnrouten Ende Oktober 2008 nicht mehr um die Prachtstraße kreist. Die neue Touri-Bim ist dabei 365 Tage im Jahr im Einsatz.

Bereits jetzt gibt es eine zweite gelbe Straßenbahn als Puffer, sollte die aktive Garnitur einmal ausfallen. Bei sehr hohem Zustrom könne man sich jedoch auch vorstellen, permanent mit zwei Wagen im Netz zu verkehren, so der Unternehmenssprecher. Dann wäre auch leichter möglich, die Bim für eine ganze Gruppe als Mietobjekt anzubieten. (APA)