Um die halbe Welt gereist und nun wiedergefunden: das Steißhuhnei.

Foto: University of Cambridge

London - Pünktlich zu Ostern ist ein Ei entdeckt worden, das der Evolutionsbiologe Charles Darwin von seiner Weltreise mit dem Vermessungsschiff "HMS Beagle" in den Jahren 1831 bis 1836 mitgebracht hat. Es ist ein bisschen kleiner als ein Hühnerei, von schokoladenbrauner Farbe und stammt von einer in Uruguay häufig vorkommenden Steißhuhn-Art. Steißhühner sind trotz ihres Namens und ihrer vergleichbaren Größe aber nicht mit Hühnern, sondern mit Laufvögeln wie Straußen oder Nandus verwandt.

Es handelt sich um das einzige bisher entdeckte Ei von dieser Reise - die pensionierte Museumsmitarbeiterin Liz Wetton machte den aus historischen Gründen bedeutenden Fund in einer Vogeleier-Kollektion im Zoologischen Museum der Universität Cambridge. Zunächst wusste sie gar nicht, was sie da gefunden hatte. Museumskurator Mike Brooke konnte dann den Ursprung des Eis mit Hilfe des Notizbuchs von Alfred Newton, eines mit Darwin befreundeten Professors, rekonstruieren.

"Der große Mann hat es in eine zu kleine Schachtel gelegt und seitdem ist es in einem traurigen Zustand", heißt es in den Notizen. In der Schale klafft ein tiefer Riss - dafür hat Darwin auf der Schale seinen Namen hinterlassen, was das Ei zu einem attraktiven Exponat macht. (APA/red)