Rapid - Sturm

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Ich kann meiner Mannschaft im Großen und Ganzen keinen großen Vorwurf machen, denn sie hat alles versucht. Natürlich ist jetzt die Enttäuschung für alle groß, schließlich ist eine sensationelle Heimserie zu Ende gegangen. Aber wenn du kein Tor machst, dann gewinnst du das Spiel eben nicht. Der finale Pass hat gefehlt, wir haben auch ein bisschen zu viel über die Mitte probiert. Am Saisonziel hat sich seit Juni nichts geändert, wir wollen einen internationalen Startplatz erobern. Ich kann nicht von Woche zu Woche neue Saisonziele ausgeben."

Dominic Hassler (Sturm Graz/Torvorlage und Rote Karte): "Ich weiß nicht, was ich zur Roten Karte sagen soll. Es war ein Zweikampf, ich bin umgefallen, habe aufgeschaut und die Rote Karte gesehen. Ich habe mich überhaupt nicht ausgekannt. Aber Gott sei Dank haben wir 1:0 gewonnen, wir freuen uns irrsinnig. Wir haben gewusst, dass wir es können, wenn wir uns am Riemen reißen. Wir haben verdient gewonnen."

Mario Haas (Sturm Graz/Torschütze): "Genau so hatten wir uns das vorgestellt. Kompliment an die ganze Mannschaft. Wir haben gekämpft und gerackert und uns den Sieg verdient. Wir haben uns übers Training das Selbstvertrauen geholt und eine Aussprache mit den Fans gehabt. Wir können Dritter werden. Es wird schwer, aber wir werden alles geben."

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Wir sind mit der Einstellung hergefahren, dass wir hier gewinnen können. Rapid hat Druck verspürt und wir haben das eiskalt ausgenützt. Meine Mannschaft hat gesehen, dass wir trotz zwei, drei Ausfällen im Hanappi gewinnen können. Mich freut es, dass ausgerechnet Haas das Tor gemacht hat, denn er hat im Frühjahr schon sehr viele Chancen vergeben. Wir haben uns auch in Unterzahl taktisch hervorragend verhalten und die besseren Chancen gehabt. Wir haben die Stärken Rapids eliminiert, also die Flanken zugemacht. Trotzdem haben wir aber auch nach vorne gespielt, denn nur hinten drinnen stehen, das geht im Hanappi nicht gut. Die Rote Karte für Hassler war lächerlich.

Thomas Gangl (Schiedsrichter): "Auch der Versuch eines Schlags ist strafbar. Es war eine harte Rote Karte, aber ich bleibe dabei, dass die Entscheidung vertretbar war."

Kapfenberg - Salzburg

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Normal hätten wir durch die Chance von Felfernig 1:0 führen müssen, und dann haben wir im Gegenzug einen unglaublich ungerechten Elfmeter kassiert. Aber die Mannschaft hat sich super verkauft, wir haben das Spiel bestimmt und aggressiv und giftig agiert. Schiedsrichter Einwaller verhält sich meiner Meinung nach gegenüber Kapfenberg nicht korrekt. Es kann nicht jeglicher Körperkontakt als Foul gepfiffen werden. Das sind Dinge, die das Spiel beeinflussen."

Co Adriaanse (Salzburg-Trainer): "Meine Mannschaft hat mit viel Einsatz gespielt. Wir haben schnell einen Elfer zugesprochen bekommen, das war meiner Meinung nach eine korrekte Entscheidung. Nach der Pause ist uns wieder schnell ein Tor gelungen. Ich glaube, dass Pitak das mit Absicht so gewollt hat. Diese Chips macht er auch öfter im Training. Kapfenberg hat sehr stark gespielt, immer gedrückt und viele Eckbälle herausgeholt. Hundertprozentige Chancen hatten sie aber fast keine. Ich hoffe, dass Pitaks Knieverletzung nicht zu schlimm ist. Ich habe schon jetzt sieben, acht verletzte Stammspieler. Es wird jede Woche schwieriger, 18 Leute zusammen zu bekommen. Ich glaube, dass morgen Rapid gewinnt, aber ich hoffe, dass Sturm gewinnt."

Kärnten - LASK

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Wir waren optisch ein bisschen überlegen, aber wer mehr Tore schießt, wird gewinnen. Wir bauen jetzt schon für die nächste Saison auf, deswegen haben wir heute auch schon etwas probiert. Ziel bleibt, dass wir guten Fußball spielen wollen. Aber auf diesem Acker ist es unheimlich schwer, da musst du sogar beim Spazieren mit deinem Hund Angst haben, dass er verknöchelt."

Hans Krankl (LASK-Trainer): "Er (Klein, Anm.) ist heute ein doppelter Sieger, weil er am Schluss auch abwehren musste. Der Sieg ist sehr schön für die Mannschaft. Aber es liegt alles sehr knapp zusammen. Man muss etwas Glück haben, sie sind heute gut gestanden. Wir waren heute die glücklichere Mannschaft."

Florian Klein (LASK-Torschütze): "Wir sind taktisch sehr gut gestanden, der Trainer hat gesagt, wir sollen eng zusammenbleiben. Das tut uns allen sehr gut, das gibt uns allen sehr viel Selbstvertrauen."

Ried - Austria:

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Die heutige Partie war geprägt von zwei Mannschaften mit den wenigsten Gegentreffern. Das hat man bei beiden Mannschaften gesehen. Die Austria war anscheinend zufrieden mit dem Punkt, Blanchard ist ja kein einziges Mal über die Mittellinie gekommen. Sie war mit dem 0:0 zufrieden." Auf die Frage, ob er zufrieden ist: "Nein!"

Thomas Gebauer (Ried-Torhüter): "Ich habe mich auf ein Eck festgelegt und einfach gehofft, dass er dorthin schießt. Es war ein schwieriges Spiel für uns, wir haben die Bälle oft zu leicht verloren. Die Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt. Aber wir können mit dem Punkt ganz gut leben."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Wir müssen zufrieden sein, natürlich ist man enttäuscht, wenn man einen Elfmeter vergibt. Andererseits hat Ried die besseren Möglichkeiten gehabt. Dass die Auswärtsspiele in Salzburg und Ried schwer werden, haben wir gewusst. Jetzt kommen Heimspiele, und ich hoffe, dass wir die gewinnen können."

Franz Schiemer (Austria-Verteidiger) zum Fan-Transparent: "Für mich ist das kein Problem, ich habe mit dem gerechnet und muss mit den Konsequenzen leben. Ich habe das ganze nicht als so arg empfunden. Ich finde, die Austria-Fans sind schon ganz in Ordnung."

Mattersburg - Altach:

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Heute haben alle alles gegeben und wir hatten wieder den Killerinstinkt. Das gibt so viel Kraft für die letzten Runden, dass wir mit erhobenem Kopf in die letzten Spiele gehen können. Es ist wieder der Glaube an die Mannschaft eingekehrt. Über den Schiedsrichter will ich kein Wort verlieren, das ist auch nicht nötig. Wir haben hervorragend gespielt und endlich den Erfolg gefeiert, der uns schon lange zusteht. Es sind noch 21 Punkte zu vergeben, wir werden uns nicht zurücklehnen. Aber diesen Rucksack von 21 nicht gewonnenen Spielen haben wir abgegeben."

Georg Zellhofer (Altach-Trainer): "Wir haben Mattersburg in der ersten Hälfte klar kontrolliert, haben zweimal geführt und das Spiel innerhalb von zwei Minuten aus der Hand gegeben. Wir haben Mattersburg zum Ausgleich eingeladen und damit die Chance hergegeben, in der zweiten Hälfte auf Konter spielen zu können. Das zieht sich durchs ganze Frühjahr: Wir machen Fehler und werden postwendend bestraft. Einigen Spielern muss ich die Bundesliga-Tauglichkeit absprechen. Es wird sicherlich personelle Änderungen geben. Wir haben im Frühjahr phasenweise gut gespielt, aber den Sack nicht zugemacht. Diese Fehler muss man abschütteln, sonst bleiben wir nicht in der Liga. Die Situation Pöllhuber - Schoppitsch war für mich ein klarer Elfer. Ich verstehe es nicht, dass man Leute von der Schweiz reinholt. Er war völlig überfordert, hat viele Fouls übersehen. Wir geben sicher nicht auf, aber es muss auch ein Umdenken geben, und dementsprechend werden wir in der nächsten Woche trainieren."