Bagdad - Bei einem Selbstmordanschlag im Süden des Irak sind am Samstag mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. 30 weitere seien bei dem Anschlag in der Provinz Babylon, rund 100 Kilometer südlich von Bagdad, verletzt worden, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera.

Bürgerwehr

Der Anschlag galt einer USA-freundlichen, sunnitischen Stammesmiliz, die sich als eine Art Bürgerwehr vor allem im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida einsetzte. Die Milizionäre hatten sich gerade versammelt, um ihren Sold in Empfang zu nehmen.

Den Milizen, sogenannten "Erweckungsräten", gehören knapp 100.000 Mitglieder an. Sie waren zur Verteidigung von Zivilisten gegen Al-Kaida-Terroristen entstanden. Es gelang ihnen, eine große Zahl der Militanten zu vertreiben. Zuletzt waren die Milizen wiederholt Ziel von Anschlägen des Terrornetzwerkes. (APA/dpa)