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Das Feuer breitete sich in der Nacht aus.

Foto: APA/Liebl

Innsbruck - Nach dem großflächigen Waldbrand in der Kranebitter Klamm bei Innsbruck bleibt der Bergrücken weiter unter Beobachtung. Am Ostermontag waren immer noch 80 Mann der Feuerwehr und zwei Hubschrauber mit der Bekämpfung der Glutnester beschäftigt. "Leider gibt es keinen Regen", sagte der Branddirektor der Berufsfeuerwehr Innsbruck, Erwin Reichel der APA. Die Klamm bleibe bis zum nächsten Niederschlag unter Beobachtung.

Vereinzelt reiche die Glut bis zu einem Meter tief in die Erde. Rund acht Kilometer lange Schläuche sorgten für die Wasserzufuhr. Zu Spitzenzeiten standen seit Freitag rund 180 Florianijünger und sechs Hubschrauber im Einsatz. Nach Angaben der Polizei fiel eine unbewohnte Hütte in dem Gelände den Flammen zum Opfer. Weitere Objekte oder Personen waren aufgrund der Exponiertheit des Gebietes aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Die Löscharbeiten hatten sich anfänglich schwierig gestaltet. Durch den starken Wind konnten die Hubschrauber nicht tief genug fliegen. Das steile und unwegsame Gelände habe den Aufstieg der Feuerwehrleute zu dem Brandherd zusätzlich erschwert. "Die Männer mussten zum Teil oberhalb des Brandes abgeseilt werden", sagte der Branddirektor. Zudem hätten drohende Steinschläge den Einsatz für die Florianijünger äußerst gefährlich gemacht.

Die erste Meldung über eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Kranebitter Klamm war am Freitag gegen 12.00 Uhr bei der Leitstelle Tirol eingegangen. Innerhalb kurzer Zeit folgten weitere 150 Notrufe besorgter Anrufer, zwei Stunden später hatte die Leitstelle bereits 350 Notrufe verzeichnet. Insgesamt waren sechs Helikopter des Innenministeriums, des Bundesheeres und des ÖAMTC in wechselnder Konstellation bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Beteiligt waren darüber hinaus die Innsbrucker Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Amras, Hötting, Mühlau, Neu-Arzl, Reichenau und Wilten sowie die Bergrettung Innsbruck. (APA)