Berlin - Der Chef der deutschen Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, hat weitere öffentliche Investitionen im Kampf gegen die Krise und Steuererhöhungen für Reiche in Deutschland gefordert. In einem Gastbeitrag für die "Sächsische Zeitung" schreibt er, die bisherigen Konjunkturpakete reichten nicht aus. "Wer jetzt knausert, wird später einen wesentlich höheren Preis zahlen müssen. Wer hingegen Jobs sichert und schafft, bekommt die Ausgaben dafür über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge refinanziert."

Die Investitionsprogramme müssten zwar über neue Schulden finanziert werden, daneben müssten mittelfristig aber auch die öffentlichen Einnahmen gestärkt werden, betonte Bsirske. "Das heißt, die Neuverschuldung muss flankiert werden durch eine Steuerpolitik, die die stärkeren Schultern angemessen belastet. Deutschland darf keine Steueroase für Reiche und für Unternehmen sein." (APA/AP)