Madrid  - Jelena Jankovic, Nummer vier der Tennis-Welt, hat das mit 500.000 Dollar dotierte WTA-Turnier von Marbella gewonnen. Die 24-Jährige setzte sich auf Sand im am Sonntag mit 6:3,3:6,6:3 gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro durch und errang damit ihren zehnten Titel insgesamt, den ersten in diesem Jahr.

Jankovic deutete den in mehr als zwei Stunden erkämpften Sieg gegen ihre aufstrebende 20-Jährige Gegnerin auch als Zeichen einer Trendwende. "Ich weiß, dass ich in den vergangenen drei Monaten nicht gut gespielt habe. Aber der Erfolg hat mir das Selbstvertrauen zurückgegeben, das ich brauche", erklärte die ehemalige Weltranglisten-Erste, die auch die gesundheitlichen Probleme ihrer Mutter für den Leistungsabfall ins Treffen führte.

In Casablanca holte sich Juan Carlos Ferrero seinen ersten Turniersieg seit 2003. Der Spanier, derzeit nur 115. der Weltrangliste, setzte sich im Finale mit 6:4,7:5 gegen die Nummer fünf des Bewerbs, den Franzosen Florent Serra, durch.

Der Australier Lleyton Hewitt hat am Sonntag in Houston seinen 27. Titelgewinn gefeiert. Der 28-Jährige holte in einem Duell von Ungesetzten mit einem 6:2,7:5-Sieg gegen den US-amerikanischen Jürgen-Melzer-Bezwinger Wayne Odesnik seine erst zweite Trophäe auf Sand, die erste hatte der ehemalige Weltranglisten-Erste im Mai 1999 in Delray Beach gewonnen. Hewitt kassierte 79.000 Dollar (59.519 Euro) und rückte in der Weltrangliste um 31 Plätze auf Rang 57 vor.

Im vergangenen Jahr wurde Hewitts Zehn-Jahre-Lauf mit zumindest einem Titel pro Saison gestoppt, Anfang März 2007 war in Las Vegas Melzer der letzte Hewitt unterlegene Finalist. Nachdem sich der Gewinner der US Open 2001 und von Wimbledon 2002 am 16. August 2008 einer Hüftoperation unterzogen hatte, beendete er das Jahr erstmals seit 1998 außerhalb der Top 25. Nun befindet sich der 1,80-m-Mann aus Adelaide wieder auf dem Weg dorthin zurück.

Schon diese Woche könnte Hewitt einen weiteren Karriere-Meilenstein erreichen. Gewinnt er nämlich in Monte Carlo in Runde eins gegen den Russen Marat Safin, wäre das sein 500. Erfolg auf der ATP-Tour. Unter den aktiven Spielern haben nur der Schweizer Roger Federer mit 634 und der Spanier Carlos Moya mit 573 mehr Erfolge auf der Habenseite. Freuen durfte sich übrigens auch Odensik, sein erstes Tour-Endspiel brachte ihm eine Ranking-Verbesserung um 23 Ränge auf Position 77.

Hewitt holte den Titel ohne Satzverlust und war besonders von seiner neuen Stärke auf Sand angetan. "Ich werde auf diesem Untergrund von Jahr zu Jahr besser, daher freue ich mich schon riesig auf die French Open", erklärte der Masters-Cup-Sieger 2001 und 2002. "Mit ein bisschen Glück und einer guten Auslosung könnte ich dort schon für ein bisschen Unordnung sorgen." (APA/Reuters)