Brüssel - Die Europäische Union hat sich "sehr besorgt" über den eskalierenden Machtkampf zwischen Regierung und Opposition in Thailand gezeigt. Die tschechische EU-Präsidentschaft verfolge "mit großer Sorge" die anhaltenden gewaltsamen Unruhen in dem südostasiatischen Land, hieß es am Montag in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Die thailändischen Demonstranten sollten von weiteren gewaltsamen Aktionen absehen, um die Spannungen nicht weiter zu verschärfen und der Stabilität und dem Ruf ihres Landes nicht noch mehr zu schaden.

Die thailändische Regierung habe die Aufgabe, sowohl ihre eigenen Bürger wie auch EU-Bürger und andere Ausländer zu schützen, mahnte die tschechische EU-Ratspräsidentschaft. Die EU hoffe, dass der politische Konflikt durch Dialog und demokratische Mittel gelöst werde.

Reisewarnung

Auch die britische Regierung äußerte ihre Besorgnis über die Straßenschlachten zwischen Regierungsgegnern und Soldaten in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Wie andere westliche Regierungen warnte sie ihre Landsleute vor Reisen nach Bangkok. Britische Staatsbürger sollten von nicht unbedingt erforderlichen Reisen absehen und auch Reisepläne für andere Gegenden Thailands überdenken, erklärte das Außenministerium in London. (APA/AFP)