Lissabon  - Das portugiesische Werk des insolventen Speicherchipherstellers Qimonda hat einen großen Teil seiner Mitarbeiter für ein halbes Jahr beurlaubt. Wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa am Dienstag berichtete, werden die Arbeitsverträge von 800 der insgesamt 1.300 Beschäftigten für sechs Monate ausgesetzt. Die Betroffenen sollen in dieser Zeit zwei Drittel ihrer Löhne bekommen. 300 Mitarbeiter mit zeitlich befristeten Verträgen werden entlassen. 200 Angestellte werden weiterbeschäftigt.

Die Unternehmensleitung hatte zuvor entschieden, die Chipherstellung in der Fabrik in Vila do Conde im Norden Portugals für ein halbes Jahr auszusetzen. Der portugiesische Wirtschaftsminister Manuel Pinho hatte in der vorigen Woche betont, dass die Regierung weiterhin nach einem Investor suche. (APA/dpa)