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Mit wüsten Beschimpfungen und Steinen haben rund 200 Demonstranten in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Kundgebung für Frauenrechte attackiert.

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Sie bedrängten die 50 meist jungen Frauen, die gegen das kürzlich verabschiedete neue Ehegesetz für die Schiiten in Afghanistan protestierten. Der Protest richtete sich gegen ein Gesetz der Regierung für die schiitische Bevölkerung, das Ehefrauen dazu verpflichtet, sich mindestens einmal in vier Tagen den sexuellen Forderungen ihres Mannes zu unterwerfen.

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Genau geregelt werden auch die Bedingungen, wann und unter welchen Umständen die Frau das Haus verlassen darf. Eine 14-jährige Afghanin sagte, sie sei mit ihren Eltern und ihrer Schwester gekommen, weil sie sich Sorgen um ihre Zukunft mache. "Wir wollen unsere Rechte, wir wollen nicht, dass Frauen einfach benutzt werden."

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Polizistinnen bildeten eine Kette, um die Demonstrantinnen vor der Gegendemonstration zu schützen.

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Mehrere Männer hoben Kieselsteine auf und warfen sie auf die Frauen. In Sprechchören riefen sie: "Tod den Sklaven der Christen."

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Ein Mann ging eine junge Frau mit Kopftuch an, die ein Transparent mit der Forderung: "Wir wollen kein Taliban-Recht" hielt.

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Unter den Gegendemonstranten waren auch etwa hundert Frauen. Sie sei verlobt und werde ihren Mann um Erlaubnis fragen, wenn sie das Haus verlasse, sagte eine 24-jährige Frau. Die Bestimmungen zum Geschlechtsverkehr in der Ehe seien von antiislamischen Kreisen im Westen falsch interpretiert worden. (Ag, derStandard.at)

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