Wien - Ein Mahnmal gegen Tiertransporte ist neben der Südautobahn (A2) im Bereich der Abfahrt Gleisdorf Süd geplant: Eine rund acht Meter hohe Hand mit blutroten Tierspuren, die einen Autoreifen hält. Knapp 27.000 Unterschriften gegen Langstrecken-Tiertransporte Ausdruck wurden bereits gesammelt, wie Petra und Nikolaus Kulmer von dem "Menschenverein für Tierrechte TierWeGe" bei der Vorstellung des Projektes erklärten.

Erreichen will man mit dem Mahnmal und der noch laufenden Unterschriftenaktion, dass die EU ihre "Exporterstattungen" für Langstrecken-Transporte einstellt. "Denn damit fände dieser Wahnsinn, dem Millionen Tiere ausgesetzt sind, rasch ein Ende", so Nikolaus Kulmer. Bis es soweit sei, fordere man funktionierende Kontrollmechanismen, um Gesetzesbrüche rigoros zu ahnden.

Gemeinsam mit der Polizei hat das Paar im Jahr 2008 auf Autobahnen 40 Transporter-Kontrollen durchgeführt, wobei kein einziger Transporter in Ordnung war. Dem Staat seien so über 100.000 Euro an Strafgeldern zugeflossen. Derzeit seien die offiziellen Kontrollen, wie sie etwa über ein Tierinspektorat des Landes durchgeführt würden, zu schwach, so die Kritik. Außerdem sei man dabei, den "Umgehungsverkehr" durch Nachbarländer zu unterbinden, indem man Schulungen durchführe und das Netzwerk in andere EU-Staaten ausweite.

Das Grundstück wurde bereits zur Verfügung gestellt, bauliche Abklärungen mit dem Gleisdorfer Bürgermeister und der Asfinag seien im Gange. Auf den Aufruf, Vorschläge für die Gestaltung des Mahnmals zu machen, erfolgten 42 Einsendungen - darunter von Architekten, Bildhauern und Künstlern. "Die Hand des ausgewählten Projekts steht für die Menschenhände, die diese Qualtransporte geschaffen haben und dafür, dass nur Menschenhände sie wieder abschaffen können", erklärte Nikolaus Kulmer die Symbolik. (APA)