Linz- Mit einem rund 6.000 Euro teuren Motorrad hat sich am Dienstag ein Interessent bei der Probefahrt im Mühlviertel aus dem Staub gemacht.

Ein 27-jähriger Mann aus St. Leonhard bei Freistadt, hatte sein Motorrad im Internet und in einer Zeitungsannonce zum Verkauf angeboten. Am Dienstag meldete sich telefonisch ein potenzieller Käufer. Man vereinbarte einen Besichtigungstermin. Nachdem er das Bike begutachtet hatte, unternahm der Mann eine Probefahrt. Seither ist er samt dem Zweirad verschwunden.

Die Polizei fahndet nach einem 1,80 Meter großen, schlanken Mann mit freundlichem Auftreten und oberösterreichischem Dialekt.

ÖAMTC rät in solchen Fällen zu einer Kaution

Der ÖAMTC Oberösterreich rät in solchen Fällen zu einer Kaution. Diese schütze den Verkäufer ein wenig, erklärte der Leiter des Rechtsservice, Ralph Wipplinger. Als Fahrzeughalter muss man zudem sicherstellen, dass der Interessent einen gültigen Führerschein besitzt. "Sonst drohen Strafen bis zu 5.000 Euro."

Bei Erstvergehen belaufe sich die Zahlung laut Wipplinger in der Regel auf 100 bis 200 Euro. Auch die Kaskoversicherung steige im Falle eines Unfalles aus, wenn der Fahrer keinen gültigen Führerschein hat. Außerdem sei es ratsam, sich die genauen Daten des möglichen Käufers zu notieren. "Bekommt man im Anschluss  zum Beispiel eine Radarstrafe, muss man - sofern es der Interessent war - seine Daten bei der Zulassungsstelle bekanntgeben. Sonst muss man aus eigener Tasche zahlen", so Wipplinger.

Will jemand sein Auto verkaufen, sei es am besten, bei der Probefahrt dabei zu sein. So könne man eine nicht angemessene Fahrweise gleich an Ort und Stelle rügen. "Es ist nicht Sinn der Sache, wenn man nach der Probefahrt ein 'halbes Wrack' zurückbekommt", betonte der ÖAMTC-Jurist. (APA)