Brüssel - Der gesetzliche Mutterschutz soll nach dem Willen des Frauenrechtsausschusses im Europäischen Parlament europaweit künftig mindestens 20 Wochen betragen. Davon sollen sechs Wochen voll bezahlt werden, heißt es in dem Vorschlag, der am Donnerstag in Brüssel mit 18 zu sechs Stimmen verabschiedet wurde.

Seit 1992 gilt in der EU ein Minimum von 14 Wochen, über das die Mitgliedstaaten hinausgehen können. In Österreich sind 16 Wochen Mutterschutz vorgeschrieben.

Der Novellierungsvorschlag der EU-Kommission vom vergangenen Herbst lautete auf 18 Wochen. Mit dem neuen Beschluss geht der Frauenausschuss über den Kommissionsentwurf hinaus, die zwei zusätzlichen sind obligatorisch für die Väter reserviert: Der Vaterschaftsurlaub ist für die zwei auf die Entbindung folgenden Wochen vorgesehen. Abgesehen von den sechs voll bezahlten Wochen planen die ParlamentarierInnen, dass für die restliche Zeit mindestens 85 Prozent des Gehaltes gezahlt werden müssen.

Im Mai wird der Vorschlag im Parlamentsplenum behandelt, außerdem muss ihm der Ministerrat zustimmen. (APA/Ag./red)