Ende 1991 Mit dem Ende der UdSSR erklärt Tschetschenen-Präsident Dschochar Dudajew die autonome Sowjetrepublik für unabhängig. Moskau verweigert Anerkennung.

1994-1996 Erster Tschetschenien-Krieg, Friedensvertrag. Über die Unabhängigkeit soll 2001 entschieden werden.

1997 Aslan Maschadow zum Präsidenten gewählt. Radikal-islamische Gruppen, teils aus arabischen Ländern finanziert, gewinnen an Einfluss.

1. Oktober 1999 Nach dem Einfall wahhabitischer Einheiten in Dagestan und verheerenden Bombenanschlägen auf Wohnhäuser in Russland marschiert die russische Armee auf Befehl von Premier Wladimir Putin in Tschetschenien ein und beginnt mit einer massiven "Antiterror-Operation". Laut Menschenrechtsorganisationen werden Tausende Menschen entführt, gefoltert, ermordet.

2000 Zweiter Tschetschenien-Krieg offiziell beendet.

Jänner 2001 Präsident Putin überträgt "Operationen" dem Inlandsgeheimdienst FSB.

Oktober 2002 Geiseldrama in Moskauer Theater. 129 Geiseln, 41 Terroristen tot.

September 2004 Geiseldrama von Beslan. 335 Geiseln, meist Schulkinder, und 30 Geiselnehmer sterben.

8. März 2005 Maschadow von FSB-Sondereinheit getötet.

10. Juli 2006 Rebellenführer Schamil Bassajew getötet.

7. Oktober 2006 Die Journalistin und Tschetschenien-Expertin Anna Politkowskaja wird in Moskau ermordet.

5. April 2007 Ramsan Kadyrow, Sohn des 2004 bei einem Anschlag getöteten prorussischen Präsidenten Achmad Kadyrow, übernimmt nach Wahl ohne Gegenkandidaten das Präsidentenamt. (DER STANDARD, Printausgabe, 17.4.2009)(