Berlin - Bei der Verschrottung von alten Fahrzeugen im Rahmen der Abwrackprämie häufen sich in Deutschland einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge die Betrugsfälle. Wie das Blatt am Freitag unter Berufung auf den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) meldete, haben Schrotthändler in den vergangenen Wochen mehrere hundert abgewrackte Autos illegal weiterverkauft. Der stellvertretende BDK-Bundesvorsitzende Wilfried Albishausen sagte "Bild", mindestens 500 Fahrzeuge seien von Deutschland nach Afrika verschifft worden.

"Es handelt sich um professionelle Betrüger. Sie versuchen im großen Stil, abgewrackte Autos zu verkaufen", sagte Albishausen. Um den Betrug einzudämmen, verlangte er mehr Kontrollen in Häfen und unangekündigte Überprüfungen von Schrottplätzen und Recyclingstellen. "Nur so lässt sich das Problem in den Griff bekommen", sagte Albishausen.

Laut "Bild" hat die Polizei bei Stichprobenkontrollen im Hamburger Hafen bisher 25 Altautos sichergestellt, die illegal verschifft werden sollten. In mehreren Fällen seien die Verfahren bereits an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden. Auch in Bremen gebe es zwei Betrugsfälle. Albishausen erklärte, bei den aufgedeckten Fällen handele es sich lediglich "um die Spitze des Eisbergs". (APA)