Wien - Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise haben den Wiener Tourismus offenbar voll erfasst. Die Zahl der Gästenächtigungen brach im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,1 Prozent auf 675.000 ein. Im gesamten ersten Quartal ging sie um 9,5 Prozent zurück und lag bei 1,711.000. Der Netto-Nächtigungsumsatz der Hotellerie sackte für Jänner und Februar um insgesamt 15,5 Prozent auf 42,1 Mio. Euro ab.

Rückgänge bei den Nächtigungen waren dabei aus allen wichtigen Herkunftsländern zu verzeichnen, teils im hohen zweistelligen Bereich - mit Ausnahme Österreichs. Die Zahl der Gäste aus Deutschland ging dabei um 22 Prozent zurück, bei jenen aus Italien ist ein Minus von 37 Prozent zu vermelden, aus den USA ein Minus von 28 Prozent, aus der Schweiz ein Minus von 25 Prozent und aus Frankreich ein Minus von 15 Prozent. Bei den Gästen aus Österreich hingegen war bei den Nächtigungen ein Plus von zwei Prozent zu verzeichnen.

Ebenfalls gegen den allgemeinen Trend zugelegt haben die Nächtigungszahlen der Gäste aus einigen europäischen und einer größeren Anzahl asiatischer Märkte: So federten Touristen aus Griechenland (plus 23 Prozent), Tschechien (plus 14 Prozent), der Türkei (plus 18 Prozent), den arabischen Ländern (plus 31 Prozent) oder Südkorea (plus 94 Prozent) die Verluste aus den Hauptmärkten zumindest ein wenig ab.

Das allgemein geringe März-Aufkommen bekamen dabei alle Hotelkategorien zu spüren - mit Ausnahme der einfacheren Betriebe. Die Bettenauslastung ging von 53,7 auf 42,3 Prozent zurück, die Zimmerauslastung sank von 67 auf 53 Prozent. Zugleich erweiterte sich Wiens Beherbergungskapazität von März 2008 auf März 2009 um 3.200 Betten.

Bezogen auf das gesamte Quartal waren die Hotelbetten durchschnittlich zu 37,3 Prozent ausgelastet (gegenüber 44,2 Prozent im Vorjahreszeitraum). Der Auslastungsgrad der Zimmer ging von 55 auf 46 Prozent zurück. (APA)