Als Rauchen noch erlaubt war: Benicio Del Toro (li.) und Demián Bichir in Steven Soderberghs "Che". 

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Das 8. Lateinamerika-Filmfestival wird nach Salzburg auch im Wiener Filmcasino gastieren, insgesamt laufen 24 Filme (in Originalfassungen) aus 13 Ländern. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht u. a. das Bolivien des ersten indigenen Präsidenten Evo Morales, dem das Porträt "Cocalero" (2007, Regie: Alejandro Landes) gewidmet ist. In "Der Pfad des Kriegers" erzählt Andreas Pichler von einem Südtiroler Jesuitenmissionar, der sich in den 1980ern einer bolivianischen Guerillagruppe anschließt. Diskussion mit dem Regisseur heute um 19 Uhr. Musikausbildung und Nachwuchsförderung als Teil des Kampfes gegen Armut und Gewalt in Venezuela zeigt der Dokumentarfilm "El Sistema". Kommenden Sonntag stehen die Regisseure Paul Smaczny und Maria Stodtmeier für ein Gespräch zur Verfügung.

Filmklassiker: "Soy Cuba"

Vor fünfzig Jahren gewannen Fidel Castro und seine Genossen den Krieg gegen das Battista-Regime, mit den Hintergründen beschäftigt sich ein neu restaurierter Filmklassiker: "Soy Cuba" (1964) des sowjetischen Regisseurs Michael Kalatosow entstand nach der gescheiterten Schweinebucht-Invasion. Heute läuft das zweiteilige Epos des US-Regisseurs Steven Soderbergh über Che Guevara und die kubanische Revolution Che, El Argentino und Che, Guerrilla. Weiters empfehlenswert: der argentinische Spielfilm Kamchatka, der die Militärdiktatur der 1970er aus der Perspektive eines Kindes verfolgt. (dog. DER STANDARD/Printausgabe 21.4.2009)