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APA-FOTO: HANS KLAUS TECHT
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Lehrer (und ihre Gewerkschafter) sind fleißige Leserbrief-/Mail-Schreiber. Unter den Reaktionen waren zwei die häufigsten: 1) "Welche andere Berufsgruppe arbeitet mehr fürs gleiche Geld?" und 2) "Unterrichten ist so stressig geworden, dass wir einfach nicht länger in der Klasse stehen können."
Punkt 1 lässt darauf schließen, dass viele Lehrer ihre reale Umwelt höchst selektiv wahrnehmen, denn selbstverständlich sind Gehaltskürzungen in anderen Berufen und Branchen ein ständiger Vorgang, von der AUA über diverse Industrien bis zu den Medien.

Ernster ist Punkt 2 zu nehmen. Manche Lehrer schreiben, sie würden gerne mehr unterrichten, wenn sie bessere Möglichkeiten hätten, die vielen verhaltensauffälligen Schüler im Zaum zu halten bzw. wenn ihnen ordentliche Arbeitsplätze geboten würden. Da ist was dran. Nur: Die Lehrergewerkschaft hat sich dafür nie wirklich eingesetzt, sondern immer nur getrachtet, den Lehrern den Stress mit noch mehr Zulagen und noch mehr Freizeit abzugelten.

Die Gewerkschaft unterstützt die Lehrer bei der Flucht vom Arbeitsplatz Schule, statt die Verhältnisse dort zu ändern.