Peking - Wegen Brandstiftung während der Unruhen in Tibet im März 2008 ist ein Tibeter zu einer Todesstrafe mit zweijähriger Bewährung verurteilt worden. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf die Zeitung "Tibet Daily" berichtete, wurden zwei weitere Männer zu lebenslanger Haft beziehungsweise zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die Höchststrafe sei wegen Brandstiftung in zwei Bekleidungsgeschäften verhängt worden, da durch die Flammen sechs Menschen ums Leben gekommen seien. Die Todesstrafe wird bei guter Führung nach zwei Jahren in eine Haftstrafe umgewandelt. Unruhen um den Jahrestag des Aufstandes in Tibet im Jahr 1959 hatten von der Hauptstadt Lhasa auf verschiedene Teile Tibet übergegriffen und auch angrenzende Regionen mit tibetischer Bevölkerung erfasst. (APA/AFP)