Innsbruck - Trotz einem neuerlichen Umsatzrekord in der Wintersaison 08/09 von bisher 1,046 Mrd. Euro (2007/08: 1,026 Mrd.) sehen sich die österreichischen Seilbahnen mit geringer werdenden Gewinnen konfrontiert. Zahlen dazu wurden am Dienstagabend vor der Presse nicht genannt. Grund dafür seien unter anderem die stark gestiegenen Kosten im Energiebereich und bei den Baukosten. Die Zuwächse in diesem Winter wurden vollkommen von den Aufwendungen aufgesaugt, sagte Ingo Karl, Fachverbandsobmann der Österreichischen Seilbahnen.

Die Wirtschaftskrise habe man bisher umsatzmäßig zwar noch "umschiffen" können, sagte Karl, aber erfahrungsgemäß spüre der Tourismus Auswirkungen solcher Krisen phasenverzögert. Zu Beginn denken sich die Menschen noch "jetzt erst recht" und gönnen sich noch einmal was, meinte er. Damit sei das vorläufige Ergebnis der Seilbahnen zu erklären. Die Zahlen gaben den Stand per 31. März ohne April wieder.

Von November 2008 bis März diesen Jahres wurden an 55,2 Mio. Skifahrertagen 600,6 Mio. Personen transportiert. Im Betriebsjahr 2008 investierten die Seilbahnen insgesamt 557 Mio. Euro. 205 Mio. Euro flossen in den Umbau für Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und den Umbau von Liftanlagen und 203 Mio. wurde für Schneekanonen ausgegeben.

Für die kommende Wintersaison erwarte sich die Branche trotz grundsätzlichem Optimismus Einbußen bei den Umsätzen. Einer repräsentativen Umfrage (62 der 261 Unternehmen) zu folge rechnen die Seilbahner mit einem Minus von vier Prozent. Optimierungspotenzial sahen die Seilbahner vor allem bei den Kosten für Energie. Beispielsweise sollen Energieverluste vermieden werden und verstärkt energieeffiziente Anlagen eingesetzt werden. (APA)