Mumbai - Der Prozess gegen den mutmaßlich einzigen überlebenden Attentäter von Mumbai ist erneut vertagt worden. Der neue Verteidiger des Angeklagten Mohammed Aymal Amir Iman solle bis zum 2. Mai Zeit haben, den Fall vorzubereiten, sagte Richter M.L. Tahiliyani am Mittwoch während des Prozesses.

Der Verteidiger Abbas Kazmi hatte zuvor beantragt, den Prozess für vier Wochen zu unterbrechen. Er hatte das Mandat erst vergangene Woche übernommen, nachdem das Gericht die bisherige Verteidigerin des als "Kasab" bekannten Angeklagten gleich am ersten Prozesstag abgelehnt hatte.

Das Gericht lehnte zudem einen Antrag ab, die 11.000 Seiten umfassende Anklageschrift in die Muttersprache des Angeklagten, Urdu, zu übersetzen. Der aus Pakistan stammende Angeklagte soll an den Anschlägen Ende November 2008 in der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai beteiligt gewesen sein, bei denen mehr als 160 Menschen getötet wurden. Die Anklage wirft ihm unter anderem "kriegerische Handlungen" gegen Indien, Mord und Entführung vor. Kasab droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe. (APA/AFP)